Reibung am Begriff

… waere hier mein Gesicht abgebildet, wie ueblich ein Selbstportraet, dann stuende folgendes darunter:

Komm und sieh in meine obszoene Gesichtsoeffnung, aber gib mir nicht die Schuld. Schuld ist bei der Gesellschaft und bei dir. Ich bin Demiurg, ich bin nicht hier.

Fazialitaet, Ein modus operandi, eine Maske, ein verdunkelnder bunter Schirm, Ziggy Tardust, christlich mit saekulaerer Liturgie, wer nicht glaubt verliert?

Demaskieren, portraetieren, was manche machen aber nicht darueber schreiben, ist Reibung am Begriff. Das Erzeugte trifft nicht das Publikum, nicht den Demiurgen, der ist ja nie da der Arsch, sondern den Begriff.

Bereits wenn man Gesicht sagt, aber Gesicht meint, ist man mitten in der Horrorgeschichte. Schweer, schweer alles hier. Demaskiert man Visagen, singulaere menschliche Antlitze aus freigestellten Grund, hat man einen Gewinn. Wie aber demaskiert man den Begriff Gesicht? Ohne Visage? Durch Reibung erogener Zonen bourgoiser contenance? Fuer Freuden ohne Endgelt?

Aber was ist denn nun Gesicht Guattari Deleuze? Jene Oberflaeche, die durchloechert ist zum durchreiben. Die Ebene der Tonkruege, das Lochblech, die tickende Uhr (Zifferblatt, zu englich face)?

Ich weiß es nich.

Der Autor


Beitrag für Furor Verlag

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