NN

03_Fliese_Vorne

04_Fliese_Rueck

Michel Garcia Gomez
Sebastian Heinrich
Goekhan Erdogan

Eröffnung 11. September 2014, 19 Uhr
Dauer 12. – 14. September
Öffnungszeiten 16 – 19 Uhr täglich
Ort Basis Projektraum, Elbestr. 10, 60329 FFM

NN-Kollektiv zeigt BUFF

BUFF ist unser erstes kollektives Ausstellungsprojekt. Wir teilen uns Arbeit und Autorschaft und operieren als Gruppe mit einer Verbindung aus Versatzstücken, Relikten und Spuren Bildender Kunst und Graffiti. Dabei findet unterschiedliches vorgefundenes Material Verwendung in Installationen, Tafelbildern, Videoperformances, Fotografie und Kunst am Bau.

Das Kollektiv hat sich aus nahe liegenden Gründen dafür entschieden, Anleihen aus der Subkultur zu beziehen. Alle drei Mitglieder haben wie viele andere Jugendliche seit den frühen 90ern Graffiti verfolgt und zugunsten anderer Tätigkeiten, die legal und scheinbar altersgemässer waren (Architektur- bzw. Kunststudium), teilweise aufgegeben. Die Aufgabe folgte vor allem aus der Kosten-Nutzen-Rechnung zwischen gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit dieser Tätigkeit und ihrer Form. Insofern wurde und werden einige Formen von Graffiti als Subkultur abgewertet, da sie im Verhältnis zu der Öffentlichkeit, die sie generieren, zu einfach und zu subjektiv erscheinen. Unser Kollektiv arbeitet daher an einem Formgelenk, das rohe Graffiti-Versatzstücke in die Kunst transportiert und diese unter medialen und formalen Möglichkeiten von Kunstwerken behandelt. Dieses Formgelenk soll beides auf Augenhöhe bringen und in der umgekehrten Richtung funktionieren, so dass Praktiken aus der Geschichte der Bildenden Kunst bis hin zu zeitgenössischen Verfahren im Feld der sogenannten Subkultur behandelt werden können.

Der Titel der Debutausstellung BUFF bedeutet im Graffiti-Jargon ein illegal gesprühtes Bild zu entfernen oder abzuputzen. Dem folgend besteht eine der Arbeiten aus vorgefundenen Fliesen, die zu einem Tafelbild arrangiert sind. Bemalt und putzt man die Baukeramik, bleibt der Eingriff in dem Fugenraster erhalten. Das Bild scheint sich für unser Gestaltempfinden hinter den Fliesen, wo eigentlich kein Bildraum ist, fortzusetzen.

SH, MGG, GE

Advertisements