Die Hoffraeulein

las_meninas_28165629_by_velazquez

Auf Anregung von einer Freundin hin habe ich diesen Klassiker von Velazquez ausgesucht. Michel Foucault, dem ja die Thematik der Macht zur last gelegt wurde, gibt eine Besprechung des Gemaeldes, die den Anfang von die Ordnung der Dinge bildet. Foucaults Text gibt ueberwiegend eine ausfuehrliche Beschreibung der Komposition. Die Aussage die ich unter anderem am schlagendsten fand ist, dass das Bild mehrfach aus seinem Rahmen tritt. Das auessert sich augenscheinlich darin, dass die Komposition das Modell (Koenigspaar) und Betrachter (beliebige Folge von Betrachtern vor dem Gemaelde: Volk?) austauschbar macht. Das prominente Koenigspaar ist an sich auch aus dem Bild heraus getreten, betrachtet und wird wiederun von fast allen Bildpersonen aus dem Bild heraus betrachtet. Das Bildsubjekt verlaesst das Bild und wird mit dem Betrachter ausstauschbar.
Auf einer zusaetzlichen kompositorischen horizontalen Linie sind der Autor, das Koenigspaar und Betrachter innerhalb des Bildes nebeneinander in Beziehung gesetzt. Dem Selbstportraetisten gelingt es sich, wie ich finde zu dominant, in ein bestehendes soziales Gefuege bildnerisch einzuordnen, das eine hierarchielose beinahe fluechtige Momentaufnahme aller Bildsubjekte und damit deren repraesentierten Stellung entsteht.

Goekhan Erdogan

Bildquelle Wikipedia

 

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